Tattoos werden immer beliebter und sind für viele Menschen ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Wie bei allen Künsten gibt es auch bei Tattoos verschiedene Stilrichtungen. Welchen Stil man wählt, wenn man sich ein Tattoo aussucht oder entwirft, ist stark von der eigenen Person und vom eigenen Stil abhängig.

Old School

Der Stil kommt von Sailor Jerry, geboren Norman Collins, der im zweiten Weltkrieg in Honolulu einen Tätowierladen eröffnete. Er war der erste europäische Künstler, der von den großen japanischen Tattoo-Meistern gelernt hatte. Die Motive sind meist Anker, Rosen, Schwalben, Meerjungfrauen und dergleichen. Sie sind simpel, die Konturen sind meist dick und schwarz und die Farbflächen zweidimensional und flach.

New School

Diese Stilrichtung orientiert sich an den Techniken des Old School mit ihren breiten Konturlinien, bietet jedoch mehr Auswahl an Motiven und Farben und macht auch Gebrauch von Schattierungen. Die Motive sind oft verzerrt, übertrieben und hoch-animiert. Dieser Tätowierungs-Stil entstand Anfang der siebziger Jahre in den USA.

Trash Polka

Simone Piaff und Volvo Merschky entwickelten den Trash Polka-Stil im Buona Vista Tattoo Club in Deutschland. Er zeichnet sich vor allem durch starke Kontraste aus. Geometrische und photo-realistische Elemente werden vereint und die Motive halten sich meist in Rot und kontrastierenden Grautönen oder Schwarz. Der Stil ist ziemlich chaotisch und die Motive meist großflächig.

Blackwork

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei ausschließlich um schwarze Tinte auf Haut. Die Motive sind meist Muster, nachgeahmte Stammes-Tätowierungen oder Mandalas.

Dotwork

Hauptsächlich schwarze, aber auch manchmal bunte Tinten werden in Punktform auf die Haut aufgetragen. Tiefe und Schattierungen werden durch unterschiedliche Punktabstände erreicht. Der Stil eignet sich besonders für geometrische Tattoos und für religiöse oder spirituelle Motive. Die Methode ist angeblich weniger schmerzvoll als andere.

Geometrisch

Dieser Stil verlässt sich stark auf geometrische Grundgesetze. Geometrische Formen und Linien formen das gewünschte Motiv. Eine Art dieses Stils orientiert sich stark an heiliger oder perfekter Geometrie, also an den perfekten Formen und Mustern, die in der Natur vorkommen.