Die EU reguliert wieder

Es klingt wie eine unglaubliche Idee, die man sich noch vor einigen Jahren nicht hätte vorstellen können. Die EU plant, die Farben von Tattoos von Menschen in der EU haarklein und ganz genau zu regulieren. Was genau die EU in diesem Bereich plant, wer eigentlich genau betroffen ist und wie die Vorgaben genau aussehen, erfahren Sie dabei in aller Ausführlichkeit von uns im vorliegenden Artikel.

Fakt ist zunächst, dass immer mehr Menschen auf der Welt und vor allem in Europa sich Tattoos stechen lassen. Warum aber möchte die EU hier überhaupt eingreifen? Generell geht es um die Schädlichkeit, die mit vielen Farben, die beim Vorgang des Tätowierens in die Haut gelangen, verbunden ist. So sind die Folgen auf lange Sicht gesehen noch kaum erforscht. Wissenschaftler vermuten hier aber negative Folgen, da die Farben vom Körper nicht komplett abgebaut werden können und daher Ablagerungen in wichtigen Organen hinterlassen. Die EU möchte daher die Bürger in ihren Grenzen schützen und macht nun verbindliche Vorgaben für die Farben von Tattoos.

Zunächst geht es der EU dabei darum, die auf dem Markt befindlichen Tinten zu registrieren und zu erforschen. Während es etwa auf dem Markt für Medikamente und Kosmetika hohe Regulierungen gibt und eindeutige Kennzeichnungen von Inhaltsstoffen, ist das bei Tinten für Tattoos nicht der Fall. Hier sieht die EU daher großen Nachholbedarf. Konkret soll es darum gehen, den Markt transparenter zu gestalten und den Kunden von Tattoo-Studios damit näher zu bringen, was sie sich da eigentlich genau unter die Haut spritzen lassen und welche Folgen dies auf lange Sicht haben kann. Immerhin tragen mittlerweile rund zwölf Prozent aller Bürger der Europäischen Union ein oder mehrere Tattoos am Körper, wir sprechen hier also nicht von ein paar Einzelfällen, sondern von mehrere Millionen Menschen, deren Gesundheit ein sehr hohes Gut darstellt und entsprechend geschützt werden sollte.

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